Was ist Wushu?
Wushu ist der offizielle Name für Kung Fu bzw. der Oberbegriff für „äußeren Kampfkunst“ in China.
Die moderne Auffassung des Wushu, wie sie von der chinesischen Regierung propagiert wird, steht bis heute in Konflikt mit den traditionellen Stilen. Bei deren Anhängern findet diese körperbetonte und kampforientierte Lehre und Ausübung keine Anerkennung.
Es bleibt abzuwarten, ob die von der Regierung propagierte (wett-)kampfbezogene Ausübung und Vermarktung von Wushu künftig wieder zu den ursprünglichen Stilen „zurückrudert“ und deren Erhaltung wieder in den Vordergrund stellt.
Das würde bedeuten, dass der philosophische/daoistische Hintergrund dabei erhalten bleibt.
Viele Kampfkunst-Schulen haben es sich auf die Fahne geschrieben, die Tradition und Philosophie hochzuhalten und für deren Erhalt zu sorgen. Man findet es relativ schnell heraus, wenn man in einem Dojo den Lehrer (Shifu) und den Ablauf des Unterrichts beobachtet. Auch der Umgang mit unter den Trainierenden gibt Aufschluss darüber, ob hier Wert auf Tradition und Kultur gelegt wird.
In Abgrenzung zu den „äußeren Kampfkünsten“ zählen Tai Chi, Bagua Zhang und Xing Yi zu den „inneren Kampfkünsten“.


Nicola Maureder, QiHai TCM & QiGong, Köln