Was ist Dantian?

Dantian (wörtlich übersetzt: „Zinnober-Feld“) ist ein Begriff aus dem Daoismus für Energie-Zentrum des Körpers.
Es ist ein zentraler Begriff sowohl der TCM als auch im QiGong und Taiji.

Qi sammeln ins Dantian (QiHai TCM & QiGong, Kurse in Köln mit Nicola Maureder)

Qi ins Dantian sammeln

Es gibt deren drei – mit jeweils eigenen Zuständigkeiten:

  • das obere Dantian: das „Shen“Zentrum des Geistes befindet sich im Kopf, von der Höhe her in der Mitte zwischen den Augenbrauen (Yin Tang). 
  • das mittlere Dantian: das „Qi“Zentrum  befindet sich auf Herzhöhe (von der Höhe her etwa auf der Mitte des Brustbeins, mittig zwischen den Brustwarzen) am Punkt RenMai 17 und ist der Meisterpunkt der Atmung und Mu-Punkt des Herzbeutels. Er ist .a. auch zuständig für Emotionen. 
  • das untere Dantian: das „Jing“ – Zentrum speichert die ursprüngliche und essenzielle, körperliche Energie und liegt im Unterbauch. Und zwar im Bereich um Ren6 (Qihai, das „Meer des Qi“, 2 Finger breit unter dem Bauchnabel) und Ren4 (Guanyuan, „Tor des ursprünglichen Qi“, 4 Finger unter dem Bauchnabel). 
    Wenn man vom „Dantian“ spricht, ist meistens das grundsätzlich das untere Dantian gemeint.
    Es ist (neben Yongquan und Baihui) ein wichtiger Bezugspunkt im Qigong und Taiji! Das untere Dantian ist es, das beim Sammeln des Qi im QiGong wieder aufgefüllt werden soll. Es ist quasi unser Qi-Akku. Daher ist es wichtig, eine tiefe Atmung bis in den Unterbauch zu üben.
    Gleichzeitig ist es der Ursprung des Qi, welches im QiGong und Taiji der Bewegung vorangeht und ihr Kraft gibt. Bewegung erfolgt hier grundsätzlich aus der Mitte (des Unterbauchs) heraus zur Spitze bzw. den Extremitäten.
    Dieses Bewegungsprinzip gehört zu den wichtigsten Grundlagen der chinesischen Bewegungskünste und ermöglicht erst wirklich deren gezielte, ökonomische und effektive Ausführung.
    Auf der Körper-Rückseite, auf gleicher Höhe, ist „Mingmen“, das „Tor des Lebens“.