Taiji (Tai-Chi) und Qigong – wo ist der Unterschied?
In Deutschland ist Taiji (oder Tai-Chi) deutlich bekannter: Es handelt es sich dabei um die „innere“ Kampfkunst. Während Qigong immer hauptsächlich auf die eigene Gesundheit ausgerichtet ist.
Die Übungen im Qigong sind meistens wesentlich einfacher zu erlernen als Taiji. Und sie orientieren sich im Wesentlichen an den Prinzipien der TCM sowie den Meridianen und Akupunkturpunkten.
Taiji erfordert oft weit komplexere Bewegungsabläufe, es handelt sich schließlich um Kampfhandlungen in slow-motion.
Sie erfordern viel Übung und Beweglichkeit, sind optisch z. T. auch anmutiger und interessanter.
Da Taiji meistens im (kampf-)sportlichen Umfeld trainiert wird (und keine TCM-Kenntnisse erfordert), finden sich deutlich mehr Anbieter hierfür, wodurch es wesentlich verbreiteter ist als Qigong.
Inzwischen finden beide mehr und mehr Beachtung und Anwendung im Gesundheits- und Reha-Bereich.
Beide arbeiten mit dem „Qi“, der Lebensenergie, die sich im „Dantian“ (Zentrum des Qi, im Unterbauch) sammelt.
Qigong soll das Qi „üben“, daran „arbeiten“, es im Körper, in den Meridianen, zum Fließen bringen und ihn dadurch gesund halten.
Im Taiji fließt das Qi nicht nur innerhalb des Körpers, sondern auch nach außen. Es führt also die Bewegung im Sinne der Verteidigung/Kampfhandlung; es interagiert.
(Eine gute Taiji-Schule wird daher auch immer den kämpferischen Sinn der Übung erklären und sogar in Partnerübungen demonstrieren und praktizieren).
Beiden wohnt eine tiefe, meditative Ruhe inne, die Sie zugleich entspannt, entlastet, aber auch aufbaut und stärkt!
Im Taiji-Forum habe ich vor Jahren mal für Einsteiger eine kleine Zusammenfassung wesentlicher Aspekte vom Qigong als Beitrag verfasst:
Qigong kannst du auch!