Akupunktur
in meiner TCM-Praxis in Köln-Lindenthal
Akupunktur ist bisher die bei uns bekannteste Therapiemethode – aber eben nur eine der fünf Säulen der TCM. Durch das Setzen der Nadeln in Akupunkturpunkte werden pathologische Blockaden im Meridiansystems (per Definition die Krankheitsursache) aufgelöst, um einen harmonischen und ausgeglichenen Qi-Fluss zu ermöglichen und dem Körper seine physiologische Funktion zu erlauben.
Bei meinen Behandlungen verwende ich keine Silikon-beschichteten Nadeln mit Plastikgriffen, sondern nur unbeschichtete Stahlnadeln mit Silber- oder Kupferwendelgriffen, da ich Silikon nicht invasiv (im Körper des Patienten) verwenden möchte.
Das Argument einer schmerzfreien Nadelung durch beschichtete Nadeln ist m.E. schlicht unseriös. Erstens, weil das Schmerzempfinden der Patienten individuell sehr unterschiedlich ist. Zweitens, weil Silikon keineswegs unterbindet, dass ein Punkt, der aufgrund einer Blockade schmerzhaft ist (und dies übrigens auch schon bei Druck oder Massage!). Ohnehin lässt der Schmerz bei der Nadelung nach wenigen Sekunden nach. Und drittens: Nur eine scharf geschliffene Spitze ermöglicht ein weitgehend schmerzfreies Stechen, weil die Spitze dann sehr leicht durch die oberste Hautschicht geht. Was Schmerzen macht, sind stumpfe Nadeln – was für einen erfahrenen TCM-Therapeuten leicht zu vermeiden ist.
Akupunkturpunkte
Plastikgriffe verhindern für mein Empfinden zudem die Leitfähigkeit und die Fähigkeit des Therapeuten, bei der Nadelung den Akupunkturpunkt und seinen Zustand zu erfühlen.
Hinzu kommt, dass sich bei Plastikgriffen kein Moxa in der Kombination (zum Wärmen der Nadel) verwenden lässt, denn dies lässt sich nur auf Metallgriffe setzen.
Ein Druckgefühl und Wärme um den Akupunkturpunkt sowie ein roter „Hof“ um den Einstich verdeutlichen die Aktivität der Behandlung. Auch kann es „kribbeln“ oder jucken (z.B. die Punkte am Handgelenk), und dies sogar auch noch nach dem Entfernen der Nadeln.
Die Ausprägung dieser spürbaren Aktivität sowie der Schmerzintensität beim Einstich variieren übrigens deutlich von Behandlung zu Behandlung und zeigen deren Fortschritt sowie den momentanen Zustand des Patienten an – und sind damit hilfreiche Indizien für den Behandlungsverlauf.



