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Mal abgesehen davon, dass man die Zutaten für sein Frühstück, wenn man sich nach dem Prinzip der Ernährung nach 5 Elementen richten und seinem Körper etwas Gutes tun möchte, nach seiner eigenen Konstitution bzw. aktuellen Zustand wählen sollte (also nach Element und Thermik und dem, was der eigene Körper im aktuellen Gesundheitszustand tatsächlich gerade braucht!) – fast noch wichtiger ist, dass die Zusammenstellung des Frühstücks vollständig ist! – Und leider weisen da noch immer sehr viele Porridge- und Frühstücksbrei-Rezepte tatsächlich inhaltliche Mängel auf. Die Bedeutung mancher Zutaten ist nämlich größer als man manchmal denkt…

1. Die Getreide-Komponente

Porridge (Haferbrei) ist nur eine mögliche Variante für einen Frühstücksbrei – es geht auch ohne Haferflocken!
Denkbar (und problemlos verfügbar) sind neben Haferflocken oder auch Schmelzflocken z.B. auch Dinkel-Flocken, Mais/Polenta, Hirse(-flocken), Buchweizenflocken, Reisflocken…

Die Wahl des Getreides ist schon der erste Schritte für Abwechslung in Geschmack und Kombinationsmöglichkeiten nach eigenem Belieben, auf Wunsch auch passend zur Jahreszeit und zum jeweils vorhandenen saisonalen Obst! Da ergeben sich allein aus den Getreide-Obst-Kombinationsmöglichkeiten schon ein immenser Spielraum für Phantasie und Abwechslung!

Davon abgesehen kann man so auch glutenfreie (wie Hirse u. Mais) oder basische Getreide (wie Buchweizen) bevorzugen. 

2. Das Obst

Eine Handvoll Obst (am besten natürlich saisonal und regional) bringt nicht nur Geschmack in das Frühstück, sondern auch Ballaststoffe und durchaus ausreichend Zucker! 

Da Rohkost aber schwer verdaulich ist, sollte es mit aufgekocht werden – was auch den Vorteil hat, dass sich hierdurch bereits der erste Schritt der Zucker-Verdauung schon erledigt hat (und daher keine Energie mehr kostet!) – es macht sich auch geschmacklich bemerkbar! Durch die erste Aufspaltung des Zuckers intensiviert und verteilt sich bereits die Süße vom Obst. Ein Nachsüßen, wie es in vielen Rezepten empfohlen wird (etwa mit Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft u.ä.) ist damit völlig überflüssig und spart damit jede Menge Kalorien! 

Wer gerade kein frisches Obst zur Hand hat oder mitkochen möchte, der kann zur Not auch mal auf Apfelmark (das ist im Gegensatz zum Apfelmus ohne Zuckerzusatz und enthält damit nur den Fruchtzucker), eingemachtes Obst (zB. auch Kirschen) oder Babykost (Vorteil: ohne Zuckerzusatz)  als „Notration“ beim Obst zurückgreifen. So kann man sich in der Vorratshaltung auch mal spontan aushelfen.

Trockenobst sollte nicht als Obstanteil verwendet werden sondern nur zum süßen oder geschmacklich verfeinern, denn Trockenobst ist eine Zuckerbombe! Hier reicht z.B. eine Dattel oder ein EL Gojibeeren.

3. Nüsse

Sie sind nicht nur Dekoration, sondern auch eine Fett- und Eiweiß-Komponente!

In Bezug auf den Fett-Anteil sollte man nicht vergessen: Viele Vitamine werden ohne Fett nicht aufgenommen! Kleine Merkhilfe: „EDEKA“ – diese Vitamine brauchen Fett, um verstoffwechselt zu werden. Dies ist auch der Grund, warum Smoothies im Idealfall ein EL Pflanzenöl zugesetzt wird. Mögliche Zutaten sind hier u.a. auch Nüsse, Kokosöl, Mandelmus…

Beispiele: 
Kokosraspeln u. Walnüsse (Element Erde, warm), 
Mandel, Haselnüsse, Pistazien, Sesam (Erde,neutral)

Nüsse wie Mandeln, Walnüsse und Haselnüsse sowie Leinsamen, Sesam u. Mohn sind zudem eine basische Komponente!

4. Das Knusper-Topping

Das wird vielen bekannt vorkommen, die sich mit dem Frühstücksbrei nicht so richtig anfreunden können: Da fehlt etwas zum Kauen…
Die „crunchy“-Komponente ist gerade für „Lebertypen“ (oder in einer Leber-Qi-Stagnation) wichtig! – Lässt sich ja aber auch wunderbar integrieren, indem man Nüsse nicht gemahlen sondern nur gehackt oder ganz zufügt. Dann kann man sich am Knusper-Topping genüsslich „abarbeiten“…

Ürigens: Wer im Gegenteil sein Frühstück lieber trinkt, weil er etwa „morgens nichts runterkriegt“, der kann auch den „Smoothie-Maker“ bzw. Mixer zu seinem Lieblingswerkzeug küren – aber dann bitte trotzdem auf die Wärme achten (s. unten Nr.6).

5. Die Eiweiß-Komponente

Ursprünglich ist Porridge mit Milch gekocht. Der Ersatz von Milch ist sicher sinnvoll, nicht nur in Bezug auf Tierwohl, sondern auch u.U. aus TCM-Sicht, und so ist heute das Kochen von Frühstücksbrei mit pflanzlichem Milchersatz an der Tagesordnung. 

Allerdings wird dabei gerne mal übersehen, dass Milch schon mehr beinhaltet als nur den Flüssigkeitsanteil des Breis! Im Gegenteil: Viele kennen sicher den Spruch „Milch ist kein Getränk, sondern eine Mahlzeit.“ – und das trifft genau den Nährstoffanteil der Milch. Es gilt nämlich neben der Flüssigkeit u.a. auch den Eiweißanteil nicht zu vergessen. 

Dies lässt sich aber durch Zusatz von z.B. Lupinen-Protein, Leinsamenmehl oder Pilzpulver (z.B. Hericium oder Maitake als Pilzpulver), aber auch durch Nüsse oder Nussmus im Blick halten.

Die Auswirkung davon ist deutlich spürbar: So hält die Mahlzeit  nämlich tatsächlich länger satt (und den Blutzucker konstanter)!

Richtwert für den Eiweißbedarf eines Erwachsenen: 0,8 g/Kg Körpergewicht (also ein Tagesbedarf von irgendwo zwischen 40-70g/Tag).

6. Wärme – denn Kaltes kostet Energie!

Kaltes Müsli geht gar nicht! Es ist doppelt ungünstig, da nicht nur kalt sondern auch noch roh!
Overnight oats sind da immerhin durch das Quellen schon deutlich leichter verdaulich – aber dennoch kalt (und im Zweifel auch mit rohem Obst angerichtet).
Für den Körper bedeutet das: Da muss erst erheblich Energie (zum aufwärmen auf Körpertemperatur) reingesteckt werden, bevor überhaupt etwas an Energie daraus gewonnen werden kann! Das ist ein unnötiges Energie-Minus, mit dem man in die Mahlzeit startet. Wer morgens Energie braucht und gut in den Tag starten will, der sollte daher warm frühstücken. (Also auch „overnight oats“ und übrigens auch Smoothies lieber morgens kurz aufwärmen oder mit heißem Wasser aufgießen, so dass es mindestens Körperwärme hat. Eine kleine Korrektur mit großem Energie-Vorteil!)

Im übrigen: So aufwendig ist die morgendliche Zubereitung gar nicht: Mann kann alle Zutaten (einschließlich Obst!) zusammen ganz kurz aufkochen und dann 10 Min. stehen/ziehen lassen  – und in der Zwischenzeit im Bad verschwinden… Danach ist das Frühstück verzehrfertig. 

7. Gewürze

Gewürze bringen nicht nur Geschmacksvielfalt – sie wärmen auch (man denke hier zB an alle uns bekannten Weihnachtsgewürze!) und helfen bei der Verdauung
Neben dem Geschmack also auch eine wichtige Funktion als Bestandteil des Gerichts.

Gleichzeitig lässt sich so noch einmal ganz viel kreative Variation in den Geschmack bringen, durch die Kombination von Gewürzen und der Obst-Komponente…

Kleine Auswahl, die man eigentlich auch immer zu Hause hat: 
Ingwer (Element Metall, Achtung: heiß!), Zimt (Erde, heiß) , Kurkuma (Feuer, warm), Kardamon (Metall, warm), Vanille (Erde, neutral), Kakao (Feuer, warm), Orangen- bzw. Mandarinenschalen (Feuer, neutral)… Zitronengras (Metall, warm)… um nur einige zu nennen. Viel Spaß beim Einsatz und Genießen!

8. Die Frühstückszeit

Nicht nur beim Blick auf die in der TCM viel zitierte Organ-Uhr wird klar: Verdauung spielt sich hauptsächlich morgens, jedenfalls vormittags ab – und das was man spät abends noch zu sich nimmt, das dient nicht nur nicht mehr dem Energiebedarf des Tages (denn die Aktivität lässt da bekanntlich schon nach…), sondern wird auch tatsächlich nicht mehr verdaut (und erst recht nicht verbrannt). Was daraus folgt, ist wohl allgemein bekannt…

Was für die „Lerchen“, die gern früh aufstehen und morgens fit sind, kein Problem ist, wird für aber für manch eine „Eule“ zur Quälerei, denn die Aussage „ich kann morgens so früh noch nichts essen“, ist bei weitem keine Seltenheit. 

Aber auch hier hat uns der liebe Gott einen Ausweg gezeigt und die Thermosbehälter erfunden! Wer vor Abfahrt nicht frühstücken mag, kann es warm mitnehmen und am Arbeitsplatz in einer späten kurzen Frühstückspause essen. Thermobehälter gibt es mittlerweile in 1001 Variationen.  Alternativ kann man am Arbeitsplatz auch nochmal aufwärmen – und wer dafür die Mikrowelle gern meiden möchte, kann auch (zB. Einmachgläser) im Wasserbad aufwärmen oder mit heißem Wasser aufgießen. (Die Camper unter Ihnen werden da sicher keine unlösbaren „praktischen“ Probleme haben.)

Es ist eigentlich nur eine Frage von minimaler Ausrüstung, ein wenig Vorbereitung und spürbar wohltuender Lebensgewohnheit.

Für die „nicht so süßen“: Herzhaftes Frühstück nach TCM

Wer jetzt eher nicht der „Süße“ beim Frühstück ist, der braucht noch lange nicht darauf zuverzichten, im Sinne der TCM zu frühstücken! Es geht auch durchaus herzhaft!

Hier ein paar Vorschläge:

– Suppen: Gemüsesuppen (z.B. Kürbis!) oder klare Suppen (z.B. mit Reis oder Nudeln), gern auch saisonal! (Vorteil: lassen sich vorkochen und aufwärmen)

Auch hier sollte man auf die Zusammensetzung und damit auch auf Fett/Öl- u. Eiweiß-Komponente (ggf. auch in Form von Pilzen, wie Champignons, Kräuterseitlingen, Shiitake & Co.) achten!

– Eispeisen: Rührei/Omelette, Fritata (lässt sich vorbereiten!), Pfannkuchen/Crepes, Gemüsekuchen/Quiches… Auch hier lässt sich beliebig mit saisonalem Gemüse variieren und für Abwechslung sorgen.

Und was für das süße Frühstück gilt, bleibt auch hier oft unterschätzt:
Kräuter und Gewürze spielen auch hier nicht nur eine geschmackliche, sondern auch eine wärmende und verdauungsfördernde Rolle!
So sind zB. Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin und Thymian allesamt wärmend und „scharf“ und verdauungsfördernd, z.T. auch krampflösend, durchblutungsfördernd und abwehrstärkend – mit anderen Worten nicht nur lecker sondern auch noch gesund und hilfreich! – Und zudem auch jederzeit als frische Kräuter verfügbar.

In diesem Sinne: Einen guten und genussvollen Start in den Tag!

Wieviel Aufmerksamkeit schenken Sie eigentlich Ihrer Atmung? 
Man könnte meinen: Was für ein Glück, dass das Atmen zu den unwillkürlichen Bewegungen des Körpers gehört! Das ist gelinde gesagt ganz praktisch – trotzdem lohnt es sich, ab und zu ein wenig Aufmerksamkeit darauf zu verschwenden – denn „Achtsamkeit“ fängt schon bei sich selber an. Und die Qualität der Atmung lässt sich durchaus beeinflussen.  Wer QiGong praktiziert, wird das bestätigen können.

Die Lunge ist das Meister-Organ des Qi!
– Die Lunge verbindet das „himmlische“ Atem-Qi mit dem Nahrungs-Qi und ist so wesentlich am Erhalt bzw. an der Erneuerung der Lebenskraft beteiligt. Besonders gut lässt sich das beim QiGong erfahren und intensivieren.
– Die Lunge kontrolliert das Öffnen und Schließen der Poren (Schwitzen) und befeuchtet die Haut (als Schutz).
– Und sie ist verantwortlich für unsere Immunabwehr (das „Wei Qi“ zirkuliert an der Oberfläche als Schutz gegen äußere pathogene Faktoren). Denn zum Funktionskreis der Lunge gehören nach außen hin und sichtbar die Haut und innerlich die Schleimhäute, der Atemwege – und des Dickdarms (als zugehörigem Yang-Organ). Damit verbindet dieser Funktionskreis vollumfänglich und ganzheitlich das „außen“ mit dem „innen“.  Die Haut (außen) sowie Atemwege, Lunge und Darm (innen) sind unsere körperlichen Grenzen und Wächter zur Außenwelt und die vorderste Front in unserem Immunsystem! Die Rolle einer gesunden Hautbarriere, der gesamten Atemwege sowie des Darms für die Immunkompetenz ist inzwischen wohl unumstritten.
Auf der anderen Seite sind sie aber auch das Einfallstor für jeglichen äußerlichen „Angriff“ von Erregern und anderen pathogenen (Umwelt-)Einflüssen – und damit auch die „Schauplätze“ auf denen sich deren Symptome äußern… Dies erklärt u.a. den direkten Zusammenhang von Haut, Lunge und Darm, auch bei allergischen und anderen autoimmunen Reaktionen des Körpers.
– Daneben sind Lunge und Darm für den Austausch mit der Außenwelt zuständig: Gutes wird aufgenommen, schlechtes bzw. unbrauchbares ausgeschieden.

Die Lunge ist zudem beteiligt am vegetativen Nervensystem, also alles, was automatisch funktioniert, wie die Atmung, der Herzschlag (Rhythmus)… So erklären sich die Chinesen beispielsweise Hautausschläge durch Aufregung. Wird die Lungen-Seele beleidigt, dann kommt es zu Atemnot, Herzrhythmusstörungen oder Hautproblemen. 

Die Lunge beherbergt die „Körperseele“.  Sie steht im Wesen für Entschlossenheit und einer positiven, beherzten und unerschrockenen Lebenseinstellung. Ist aber eine Person deprimiert, verunsichert oder vermeidet sie Konflikte, kann dies mit einer Schwäche der Körperseele und der Lunge zusammenhängen und äußert sich z.B. in  Niedergeschlagenheit, Teilnahmslosigkeit, häufigem Seufzen… 
Zu den Emotionen der Lunge gehören Trauer, Verzweiflung und Melancholie.. Ein Übermaß dieser Emotionen schädigt sie auf Dauer – und zeigt gleichzeitig ihre Schwäche.

Symptome eines Lungen-Qi-Mangels sind u.a.:
– eine nicht aufrechte Körperhaltung
– eine schwache Stimme
– Kurzatmigkeit und flache Atmung
– Schweißausbrüche
– fahle, trockene und dünne Haut, ggf. auch Ausschläge
–  und allgemein Infektanfälligkeit

Was sie stärkt:
– Lunge belüften! Tiefes Atmen bis in den Unterbauch (mit gesamter Atemhilfsmuskulatur, einschl. Zwerchfell).
Nur bei Belüftung der Lunge bis in die letzten Alveolen wird die Lunge gereinigt (auch von Erregern) und vom Körper ausreichend versorgt, so dass ein vollständiger Luftaustausch und eine effektive Immunabwehr möglich ist.
QiGong-Übungen verbinden tiefe Atmung mit gezielten Bewegungen und Übungen, die sowohl körperlich wie auch geistig hilfreich sind und sowohl entspannen wie auch regenerieren und stärken können. 
– Es versteht sich wohl von selbst, dass ausreichend frische Luft, und damit auch das Draußensein zu körperlicher und geistiger Gesundheit und insbesondere einer gesunden Atmung gehört. Auch das Sonnenlicht ist im übrigen nicht nur für eine positive Gemütslage sondern auch für einen gesunden Stoffwechsel wichtig (und in diesem Zusammenhang ja bekanntermaßen auch für die Vitamin D Synthese).
Regelmäßiges Spazierengehen und Saunagänge trainieren den Körper und die Abwehr. 
Respektieren Sie sich, und insbesondere Ihren Körper als Ganzes und Ihre individuellen Bedürfnisse: Sei freundlich zu Dir selbst! Emotional werden die Lungen durch Respekt genährt. Legen Sie Wert auf sich selbst und was Sie tun, um den Respekt Ihrer Mitmenschen zu wecken, und dies öffnet auch Ihre Lungenenergie.
Reinigen Sie Ihre Räume und minimieren Sie damit schädliche Einflüsse. Nehmen Sie sich Zeit, um die physische Welt um Sie herum zu reinigen. Wenn Sie Ihre Umgebung buchstäblich aufräumen, spüren Sie frische Luft.
Pflegen Sie Ihre Haut, z.B. durch trockenes Bürsten. Dies fördert ihre Durchblutung und Erneuerung, erhält die Gesundheit der Haut und stärkt das Immunsystem. Aber tun Sie auch Ihrer Haut und Ihrer Seele etwas Gutes, indem Sie sich mit hochwertiger Hautpflege verwöhnen. Hände, Lippen und Nasenschleimhaut benötigen zudem zusätzliche Feuchtigkeit als Schutz. Im Herbst und Winter, und insbesondere wenn wir viel draußen sind, gehört Eincremen unbedingt zu einer achtsamen Körperpflege dazu und „streichelt“ ganz nebenbei die Seele. 
– Aber lassen Sie Ihre Haut atmen! Lassen Sie auch im Winter ausreichend Luft an ihren Körper. Packen Sie sich draußen nur zu 80% warm ein und ermöglichen Sie Ihrem Körper, die Jahreszeit und die Natur wahrzunehmen. Trotzdem sollten Sie sich natürlich vor Wind und Feuchtigkeit schützen und dabei insbesondere Ihre Nieren (den unteren Rücken) und die Füße (den Ursprung des Nieren-Meridians) vor Kälte schützen.

Ernährung:
Zum Herbst gehören scharfe Lebensmittel, die befreien, Nase und Poren öffnen und desinfizieren (wie zB. Ingwer, Rettich u.a.) aber auch warme Getränke wie Punsch und Tee gehören zum Herbst und Winter und zu einer abwehrstärkenden Ernährung.
Auf Rohkost sollte man im Herbst und Winter weitestgehend verzichten und Obst und Gemüse lieber gekocht oder gebacken oder als Suppe  (und damit warm) genießen. 
Zu einer regionalen und saisionalen Ernährung gehören im Herbst natürlich unbedingt Nüsse, herbstliche Gemüse wie Kohl und Kürbis und wärmende (Weihnachts-)Gewürze. 
Aber Achtung: „Heiße“ bzw. Hitze fördernde Gewürze wie z.B.  Zimt und Ingwer sind bei Hitze-Pathologien (z.B. bei Magen- oder Herz-Feuer) mit Vorsicht zu genießen! 

Zu guter Letzt: 
Obwohl Nahrungsergänzungsmittel durchaus in vielen Bereichen sinnvoll sind und eine gute Unterstützung bieten, ist der derzeitige Boom in diesem Bereich dennoch meiner Meinung nach ein Anzeichen der typisch westlichen symptomorientierten und einseitigen Herangehenesweise. Denn in Zeiten wie diesen ist das „boosten“ des Immunsystems (mit bekannten und bewährten Heilplfanzen wie  u.a. Cistus incanus, Kapland-Heilpelargonie und Echinacea, mit Propolis oder Heilpilzen wie Cordyceps)  zwar hilfreich und empfehlenswert – aber auch noch lange nicht ganzheitlich
Wer auf das „Große Ganze“ seines Körpers achtet – und ja, genau, tatsächlich achtsam mit ihm umgeht – der sorgt noch für sehr viel mehr als nur für sein Immunsystem: 
– für Entspannung, auch geistige, und für ein ruhiges Shen
– für eine hochwertige und wärmende Ernährung, die die eigenen (!) Bedürfnisse (und nicht die gerade vorherrschende Ernährungs-Modeerscheinung oder sog. Superfoods) und den individuellen aktuellen Zustand berücksichtigt 
– für Sport, und vorzugsweise draußen
– für viel frische Luft, in den eigenen Räumen, aber auch durch Spazierengehen und durch eine tiefe und entspannte Atmung und regelmäßiges QiGong
– für ausreichenden und guten Schlaf…

Mit anderen Worten: Der Fokus sollte sich nicht auf Krankheit richten, sondern auf Gesundheit und nicht auf einzelne Körperteile, sondern auf den GANZEN Körper! Wer gerade ausschließlich sein Immunsystem im Blick hat, betreibt zwangsläufig „Flickschusterei“. Und das hat mit (Selbst-)Respekt und „Achtsamkeit“ (schon allein durch die eng gefasste Perspektive) herzlich wenig zu tun.  – In diesem Sinne: Bleiben Sie GANZ gesund!