TCM

QiHai

Meer des Qi

TCM & QiGong

 

 

 

YinYang

Die TCM (traditionelle chinesische Medizin) ist ein in sich geschlossenes, rundes System, das eine großartige Ergänzung zur Schulmedizin bietet. Sie hat den Charme, den Menschen grundsätzlich immer als Ganzes zu sehen und zu behandeln. Und dabei ist der Mensch mehr als nur die Summe seiner Körperteile. Auch Körper und Psyche/Emotionen werden in der TCM nicht getrennt betrachtet oder behandelt.

 

Und obwohl die Akupunktur hier sicher die bekannteste Methode ist, bietet die TCM ein ganzes eigenes „Arsenal“ an Behandlungs-möglichkeiten. Die 5 Säulen der TCM sind:

Moxa (Beifuß) als Wärmebehandlung, Guasha (das Schaben mit Öl), Akupunktur, Kräutermedizin/Ernährung und als (hochwertigste) Methode der Mitte die Tuina-Massage und (therapeutisches, zielgerichtetes) Qigong.

 

Ich arbeite am liebsten mit der individuellen Kombination aus Behandlung + Qigong.

Denn TCM ohne Qigong ist nicht vollständig - und Qigong ohne die TCM nicht verständlich.

 

 

 

Moxa / Moxibustion

ist die dem (kalten) Norden Chinas zugeordnete wärmende Therapiemethode, die in der Entzündung von Moxa (Beifuß, Artemisia vulgaris) besteht, das als loses Kraut in Moxa-Kästchen oder „Feuer-Drachen-Dosen“ auf den Körper gelegt werden kann, als Zigarre in unmittelbarer Körpernähe abgebrannt, auf Akupunkturnadeln steckt, als Moxa-Kegel/„Moxa-Hütchen“ auf den Körper geklebt oder auf Ingwer-Scheiben gestellt oder in sog. „Tigerwärmern“, (bewegliche Messingstäbe, die man über den Körper rollt), abgebrannt werden kann.

Bekannt und sehr effektiv (u. wissenschaftlich gesichert) ist besonders das (Zigarren-)Moxen des Akupunkturpunktes BL67 am kleinen Zeh der Schwangeren, um den Fötus vor der Geburt zur Drehung aus der Steiß- in die Kopflage zu bewegen (zu 70-80% erfolgreich).

 

Akupunktur

ist sicher die bei uns bekannteste (dem Süden Chinas zugeordnete) Therapiemethode - aber eben nur eine der fünf, die in der TCM zur Verfügung stehen und miteinander kombiniert werden können. Durch das Setzen der Nadeln auf Akupunkturpunkte werden pathologische Blockaden im Meridiansystem (= Krankheitsursache) aufgelöst bzw. gewissermaßen „ausgebuddelt“, um einen harmonischen und ausgeglichenen Qi-Fluss zu ermöglichen und dem Körper seine physiologische Funktion zu erlauben.

 

Bei meinen Behandlungen verwende ich keine Silikon-beschichteten Nadeln mit Plastikgriffen, sondern unbeschichtete Stahlnadeln mit Silberwendelgriffen, da ich zum einen Silikon nicht invasiv (im Körper des Patienten) verwenden möchte (Ökotest riet 2007, dass Patienten die Akupunkteure bitten mögen, auf silikonbeschichtete Akupunkturnadeln zu verzichten: ÖKO-Test Kompakt Akupunktur vom 21.5.2007, S. 131). Zum anderen verhindern für mein Empfinden die Plastikgriffe die energetische Leitfähigkeit und Verbindung zwischen Patienten und Therapeuten und damit die Fähigkeit des Therapeuten, bei der Nadelung den Punkt zu „erfühlen“.

Das Argument einer „schmerzfreien“ Nadelung durch beschichtete Nadeln ist m.E. schlicht unseriös. Erstens weil das Schmerzempfinden der Patienten individuell sehr unterschiedlich ist, zweitens weil die Nadel durch das Silikon zwar gleitfähiger und damit (für den Therapeuten) leichter einzuführen ist, dies aber keineswegs unterbindet, dass ein Punkt, der aufgrund einer Blockade sehr schmerzhaft sein kann (übrigens auch bei Druck oder Massage!), durch die Nadelung gereizt wird und damit schmerzt.

Ohnehin lässt der Schmerz, wenn er denn bei der Nadelung auftritt, nach wenigen Sekunden nach.

 

Kräutertherapie (chin. Phytotherapie)

& Ernährung (nach den 5 Elementen)

ist die dem Westen / Hochland Chinas zugeordnete Therapieform. Hier werden innere Ursachen mit „Medizin“ und Ernährung (von innen) behandelt. Ein wesentlicher, wenn auch nur kleiner Teil hiervon besteht in der Verwendung von Tees bzw. Tee-Mischungen (ua. mit Chrysanthemenblüten u. Goji-Beeren usw.), Ingwer, Curcuma, Ginseng, Jiaogulan oder Pilze wie Ling Zhi (glänzender Lacksporling, Ganoderma lucidum, „Pilz der Unsterblichkeit“ bzw. Reishi) uvm.

 

Viele der in China traditionell verwendeten Kräuter und Rezepturen sind allerdings m.E. für den Westen kaum nutzbar, da für die Patienten oft sehr fremdartig und z.T. geschmacklich „unzumutbar“. Zudem ist es immerhin auch eine Frage der (vertrauenswürdigen, kontrollierten, schadstofffreien) Herkunft und Beschaffung, die hier oftmals schwierig ist. Daher werden sie nur wenig angewendet und inzwischen auch immer öfter durch westliche Kräuter (mit ähnlicher Wirkung) ersetzt.

 

Die chinesische (5 Elemente-) Ernährungslehre ist ein Bereich für sich, der die Wirkung der Nahrungsmittel auf den Körper bereits bei der (gezielten) Verwendung und Kombination, Zubereitung und Jahreszeiten berücksichtigt.

 

GuaSha (Schaben)

ist die dem Osten Chinas (also der Küste) zugeordnete kühlende / (Hitze) ausleitende Therapiemethode, bei der mit einem Schaber aus Büffel- oder Yak-Horn oder aus Jade über den Körper des (eingeölten) Patienten geschabt wird. Diese Methode kann für den Patienten zum einen während der Behandlung schmerzhaft (und befremdlich) sein - schlimmer als der Schmerz ist allerdings oftmals der Anblick der betroffenen Körperpartie nach der Behandlung, die tiefrot bis blau werden kann. Während des Abklingens/Verblassens der Hämatome verschwinden aber auch die Schmerzen und ursprünglichen Symptome. GuaSha ist eine Form der Ausleitung (allein schon durch die intensive Durchblutung) und Aktivierung der Selbstheilung des Körpers.

 

 

Tuina und QiGong

sind die der Mitte Chinas zugeordneten Therapiemethoden

- und haben daher in China einen besonderen Stellenwert!

 

Tuina - das bedeutet: drücken/schieben (tui) und greifen/zupfen (na).

Tuina ist die chinesische Massageform, die manuelle Therapie in der TCM, mit ganz unterschiedlichen Massage-Techniken (mit Fingern, Daumen, Faust und Ellbogen des Therapeuten), die wie die Akupunktur auch unter Berücksichtigung der Meridiane und Akupunkturpunkte erfolgt.

 

Die Tuina-Massage erfolgt bei mir am bekleideten bzw. mit einem Handtuch zugedeckten Patienten. Die zu behandelnden (Akupunktur-)Punkte können (und sollten, schon aus diagnostischen Gründen) vom Therapeuten ertastet und nicht nur anhand der sichtbaren Anatomie ausgemacht werden.

 

Mit Tuina beginnt bei mir im Grunde jede Behandlung, sie kann mit allen anderen Therapieformen (insbesondere der Akupunktur sowie QiGong) kombiniert werden und sie ist Diagnose, Wellness-Behandlung / Prophylaxe (im Idealfall) und Therapieform zugleich.

 

Auch Tuina kann - je nach Beschwerden - während der Behandlung recht schmerzhaft sein, bringt aber meistens auch unmittelbar nach der Behandlung bereits eine deutlich fühlbare Erleichterung mit sich.

 

 

(Chinesische) Fußreflexzonen-Massage Im Grunde gehört sie zur Tuina. Bei der chinesischen Fußmassage werden neben den Akupunkturpunkten auch die Reflex-Zonen bearbeitet. Die Fußreflexzonen-Massage ist hier durchaus bekannt und (als Wellness-Behandlung) geschätzt und wird von mir vor dem Hintergrund der Tuina unter Einbeziehung der Akupunkturpunkte praktiziert. Sie ist Diagnosemethode, Wellness und ggf. Behandlung zugleich.

 

 

QiGong - Qi (Energie) Gong (Arbeit/Fähigkeit) ist die chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform, die sich vom Taiji („innere Kampfkunst“) durch ihre gezielt gesundheitsfördernde Orientierung unterscheidet.

 

QiGong ist „Atmen mit Achtsamkeit“: Die relativ leicht zu erlernenden bzw. auszuführenden, langsamen und geschmeidigen Bewegungen folgen der Atmung - nicht umgekehrt. In der Tat ist es sogar so, dass beim QiGong die Atemfrequenz von normal ca. 12-16x/Min. im Laufe der Zeit unwillkürlich auf bis zu 6-8x/Min. sinkt! QiGong kann man ohne Vorkenntnisse einfach mitmachen, die Übungen erfordern weder Ausdauer noch übermäßige Gelenkigkeit. Man kann es überall praktizieren, braucht dafür weder Ausrüstung noch viel Zeit. Wichtig ist eher, dass man regelmäßig und immer wieder übt, am besten täglich, morgens und abends. Und dabei durch die Nase (nicht durch den Mund) atmet und den Geist „leer“ hat.

 

Im Gegensatz zur Akupunktur, die Blockaden in den Meridianen bzw. des Qi-Flusses durch gewissermaßen externes „Ausbuddeln“ beseitigen soll, werden sie durch QiGong-Übungen eher durch die Kraft des Qi-Flusses soz. „von innen“ aufgelöst.

 

QiGong ist eine sehr gute Ergänzung zu den anderen Methoden der TCM. Es verlängert und intensiviert gewissermaßen die Wirkung anderer Therapieformen und ist eine gute Möglichkeit für Patienten, selbst aktiv an der Behandlung (bzw. Prophylaxe) mitzuwirken und etwas für die Gesundheit zu tun.

 

 

Schröpfen (Ba Huo Guan)

gehört auf jeden Fall auch zur traditionellen chinesischen Medizin. Es ist jedoch im Laufe der Zeit und mit zunehmendem westlichen medizinischen Einfluss wohl „in Vergessenheit geraten“ bzw. vernachlässigt worden, weshalb es offenbar bei den „5 Säulen der TCM“ nicht mehr ausdrücklich erwähnt wird.

 

Traditionell wurde in China mit „Bambus-Dosen“ (Bechern aus Bambusrohren in unterschiedlicher Dicke) geschröpft, die z.T. vorher in heißem Kräuter-Sud getränkt wurden.

Da diese „Dosen“ schnell abkühlen, das Vakuum nicht lange halten und daher vorzeitig abfallen, sind sie in der Praxis durch die hier bekannten Glaskugeln oder Plexiglas-Schröpf-Köpfe (beim unblutigen Schröpfen) ersetzt worden.

Zum Teil sieht man heute noch in China für unser Auge etwas gewöhnungsbedürftige Bilder von Patienten, die mit einer bunten Mischung aus Bambus-Dosen, Marmeladen- oder Konserven-Gläsern in jeglicher Ausführung oder abgeschnittenen Flaschen auf offener Straße und mit lodernden Flammen geschröpft werden.

 

Bei uns dürfen zum blutigen Schröpfen (Ausleitungsverfahren) nur sterilisierbare Glas-Köpfe oder Einweg-Köpfe verwendet werden.

Beim unblutigen Schröpfen haben sich der einfachen Anwendung wegen Plexiglas-Köpfe mit einer anschließbaren Vakuum-Pumpe durchgesetzt.

Das Feuer-Schröpfen, bei dem der Glas-Schröpfkopf von innen mittels einer Flamme erhitzt und somit das Vakuum erzeugt wird, ist zwar (genau wie das Schröpfen mit Bambus-Dosen) optisch sehr schön anzusehen, durch das rasche Abkühlen und leichtes Abfallen der Köpfe sowie das unmögliche „Dosieren“ des Vakuums aus der Praxis aber weitgehend verdrängt worden.

 

Das Schröpfen ist auch eine Ausleitungsmethode. Durch das Vakuum im Schröpfkopf wird das Gewebe "gedehnt" bzw. angehoben und eine intensive Durchblutung erreicht, die eine Ausleitung und Selbstheilungskraft des Körpers fördert. Dies bedeutet allerdings auch, dass deutliche Hämatome entstehen, die aber im Laufe einer Woche nachlassen - ebenso wie die Beschwerden.

 

Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist die Anwendung als Schröpf-Massage: Hier werden die Schröpfköpfe über die eingeölte Haut des Patienten hin und her bewegt und somit ein größerer Bereich bearbeitet.

 

Zum Teil ist es sogar möglich, Schröpfköpfe über gesetzte Akupunkturnadeln anzubringen, um deren Wirkung noch zu verstärken.

Praxis:

 

Alter Militärring 14-16

50933 Köln-Müngersdorf

(bei MediCoachCologne)

 

Termine nur nach Vereinbarung!

 

Moxibustion
Akupunktur
chinesische Kräutertherapie
Guasha Schaben
Qigong
Schröpfen

Indikationen:

 

Allergien

Heuschnupfen

Asthma

Chronische Bronchitis u. Sinusitis

Neurodermitis, atopisches Ekzem, Psoriasis, Urtikaria

AMD (Altersbedingte Makula-Degeneration)

Migräne u. Verspannungs-Kopfschmerzen

Trigeminus-Neuralgie

Tinnitus

Aphten

Zähneknirschen, CMD (craniomandibuläre Dysfunktion)

(Nacken-/Schulter-) Verspannungen, HWS-Syndrom

HWS-Schulter-Arm-Schmerzen / Schulter-Arm-Syndrom / Zervikobrachialgie, Frozen Shoulder,

Periarthritis humeroscapularis

Schulterschmerzen, frozen shoulder, Impingement / painful arc

Epicondylitis / Tennisarm / Golfarm / „Mausarm“/ RSI-Syndrom (repetitive strain injury)

Karpaltunnelsyndrom

Rhizarthrose (Daumensattelgelenk)

Rückenschmerzen, LWS-Syndrom, Ischias/Ischialgie / Bandscheibenvorfall (Prolaps), "Hexenschuss" / Lumbago

Fibromyalgie

Rheuma, rheumatoide Arthritis

Arthralgien, Arthrosen, Arthritis

Polyarthritis

Magenschleimhautentzündung / Gastritis

Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Reizdarm

CED (chronisch entzündliche Darmerkrankungen), Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa

Blasenentzündung / Cystitis / Harnwegsinfekte (rezidivierende)

Hüftarthrose / Coxarthrose

Kniearthrose / Gonarthrose

Polyneuropathie

Sprunggelenks-Schmerzen, Bänderdehnung

Achillessehnen-Entzündung / Achillodynie

Fersen-Schmerzen, Plantarfasziitis, Fersensporn

Fertilitätsstörung / Fruchtbarkeitsstörung / Kinderwunsch

Schwangerschaftsübelkeit / Schwangerschaftserbrechen / Geburtsvorbereitung / Beckenendlage (Steißlage)

Klimakterium / Wechseljahresbeschwerden

Stress/Stressbewältigung, vegetative Dystonie

Schlafstörungen

„Burnout“, chronische Erschöpfung / Müdigkeit, Depression

Angst / Angstzustände, Prüfungsangst, Bettnässen

Raucherentwöhnung / Rauchen aufhören (Unterstützung und Linderung v. Symptomen)

Konstitutionell aufbauende Begleittherapie bei Autoimmun-Erkrankungen

Sarkoidose, Multiple Sklerose (MS), Rheuma (RF+), und

bösartigen Erkrankungen (Krebs/Tumor/Karzinom), z.B. Linderung der Übelkeit bei Chemotherapie,Tumorschmerzen

Rekonvaleszenz, Reha-Begleitung, neben Physiotherapie

 

 

Bereits 2002 wurde von der WHO eine Indikationsliste für die Akupunktur veröffentlicht:

Kleines TCM-Wörterbuch:

Hegu (Akupunktur-Punkt Dickdarm 4):

Tatsächlich ist das der in der Praxis wohl am häufigsten verwendete Akupunkturpunkt!

Vielen ist er bereits bekannt als "Aspirin"-Punkt - mit analgetischer Wirkung (schmerzlindernd)

auf den ganzen Körper.

Besonders häufig wird er verwendet, um Kopfschmerzen zu lindern.

Er ist ein Meisterpunkt für Gesicht und Mund und wird auch für die Sinnesogane eingesetzt.

Vorsicht: Die Nadelung ist in der Schwangerschaft kontraindiziert - Ausnahme: Geburtserleichterung.

 

Ingwer - und seine Wirkung...:

 

Zusanli (Akupunktur-Punkt Magen36):

Der Punkt ist einer der "Top Ten" der Akupunkturpunkte!

Außerdem kommt er in einem Bild der Magen-Form im Qigong als Klopfmassage vor.

Zusanli findet sich direkt an der Außenkante des Schienbeins in einer Vertiefung

zwischen Schienbein und Wadenbein, wenn man am Schienbein entlang in Richtung Knie rutscht,

etwa 4 Finger breit unterhalb der Kniescheibe.

Meistens ist der Punkt druckschmerzhaft.

Zusanli stärkt das Qi, beruhigt das Shen (den Geist) und ist ein Hauptpunkt zur Qi-Stärkung

bei Schwächezuständen, ua. bei Burnout.

 

 

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