QiGong

QiHai

Meer des Qi

 

氣海

In Deutschland ist Taiji (oder Tai Chi) deutlich bekannter. Dabei handelt es sich um die „innere“ Kampfkunst, die aus dem QiGong hervorgegangen ist.

 

Bei Taiji geht es mehr um die Kampfkunst, während Qigong immer hauptsächlich die Gesundheit (Prävention, aber auch Heilung) im Blick hat.

 

Dabei sind die Übungen im Qigong meistens wesentlich einfacher zu erlernen als Taiji.

Letzteres erfordert oft weit komplexere, längere Bewegungs-abläufe, die schwerer zu erlernen sind, viel Übung erfordern, allerdings optisch z. T. auch anmutiger und interessanter erscheinen und daher bei uns mehr Beachtung finden.

 

Beide arbeiten mit dem „Qi“, der Lebensenergie, die sich im „Dantian“ (Zentrum des Qi, im Unterbauch) sammelt. Qigong soll das Qi „üben“, daran „arbeiten“, es im Körper, in den Meridianen, zum fließen bringen und ihn dadurch gesund halten.

 

Im Taiji fließt das Qi nicht nur innerhalb des Körpers, sondern auch nach außen, führt also die Bewegung, im Sinne der Verteidigung, interagiert.

Nicht Muskelmasse oder Ausdauer gewinnt hier, sondern eben Shen und Qi, das in der Bewegung wesentlich „kraftvoller“, schneller und präziser daherkommt als die rein körperliche Bewegung im „westlichen“ Kampfsport.

 

Beiden wohnt eine tiefe, meditative Ruhe inne, die Sie zugleich entspannt, entlastet, aber auch aufbaut und stärkt!

 

 

 

Was kann QiGong?

 

- Stress abbauen, entspannen + "entschleunigen", Ausgleich und Ruhe fördern

- Gesundheit erhalten u. Krankheiten vorbeugen, aber auch therapieren

- Konstitutionell stärken und aufbauen

- Koordination, Gleichgewicht und geistige Fitness fördern

- Beweglichkeit erweitern bzw. erhalten

- Körpergefühl und -wahrnehmung verbessern

- gute Laune zurückholen!

 

 

 

Für wen ist QiGong geeignet?

 

Eigentlich alle! Qigong ist nicht anstrengend, erfordert keine besondere Fitness oder Beweglichkeit. Auch nicht allzu viel Zeit. Und jeder profitiert davon: durch Ausgleich, gute Laune, Beweglichkeit, Koordination und Gleichgewicht - und Wohlbefinden!

 

 

 

Die Atmung führt die Bewegung.

Die Bewegung folgt im Takt/Tempo Ihrer (ruhigen, tiefen) Atmung. Nicht umgekehrt.

 

Atmen Sie nur durch die Nase (auch aus).

Dadurch bleibt Ihnen der Weg Ihres Atems durch den Körper ununterbrochen bewusst.

Atmen Sie dabei tief bis in den Unterbauch (Dantian).

 

Grundsätzlich atmet man bei aufwärts gerichteten Bewegungen ein,

bei Abwärtsbewegungen aus.

 

Es geht nicht darum, wie weit man sich dehnen kann, wie tief man sich bücken oder in die Knie gehen kann. Machen Sie die Übungen stets nur so, wie sie Ihnen ohne Belastung möglich ist.

Je öfter Sie üben, desto mehr werden Sie feststellen, dass sich Ihre Bewegung von ganz allein verändert.

 

Einige Übungen sind etwas komplexer. Dann fällt es ggf. leichter, sich im ersten Durchgang zunächst nur die Bewegung des Kopfes und der Arme anzusehen, im folgenden nur die Bewegung u. Schritte der Beine und Füße - um im dritten Durchgang dann die Übung „zusammenzusetzen“.

 

Wenn Sie die Übung „körperlich“ erfasst haben, hilft es manchmal anfangs, ein paar Mal mit geschlossenen Augen zu üben, um sich wieder (ohne Ablenkung) nur auf die Atmung zu konzentrieren - denn darauf kommt es an.

 

Üben Sie, wenn Sie können, täglich. Dabei reichen wenige Minuten, morgens u./o. abends.

Wenn es nicht kalt ist, am liebsten an der frischen Luft. Sie werden merken, wie gut QiGong Ihnen tun kann.

 

 

 

Bewusstsein (Geist), Achtsamkeit: „Shen“

 

Qigong praktiziert man mit „Achtsamkeit“, die sich nach innen richtet, frei von jeder „äußerlichen“ Ablenkung, soz. in Meditation, nicht „bei vollem (körperlichen) Bewusstsein“, sondern wie „im Schlaf“, ohne zu denken.

 

Geprägt hat mich hier ein Satz meines Ausbilders: „Nicht denken! Einfach machen!“ - Der Rest folgt dann von selbst...

 

 

 

Atmung: Eine der drei Quellen des Qi

 

Neben „Vorgeburts-Qi“, welches uns von unseren Eltern mitgegeben wird, und dem Qi aus unserer Nahrung ist es beim Qigong die Atmung, die den Körper mit Qi „betankt“.

 

Der häufigste Satz, den vermutlich viele, die bereits länger dabei sind, schon einmal gehört haben, ist: „Ihr seid mir zu schnell! Ich bin doch hier nicht im Hechelkurs!“ Vermutlich wird er bei vielen QiGong-Übenden als „running joke“ kursieren. Insbesondere bei einer Vorführung oder Prüfung, wenn man (dem chinesischen Vorbild folgend) in einer Gruppe vollkommen synchron üben möchte. (Übrigens ein wunderschönes Bild.)

 

Wer anfängt, wird sicherlich noch, aus Macht der Gewohnheit bei Sport oder Fitness, „viel zu schnell“ atmen und seine Atmung der Bewegung unterordnen - und damit schnell mal „außer Puste“ geraten. Das ändert sich mit der Zeit, je länger man übt.

 

Wundern Sie sich nicht, wenn dabei Ihre Atem-frequenz im Laufe der Zeit deutlich sinkt, von „normalen“ 12-16x/Min. auf bis zu 6-8x/Min. - ohne dass Ihnen dabei „die Luft knapp wird“. -

Ganz im Gegenteil!

ATMEN UND BEWEGEN

- nicht bewegen und atmen!

 

QiGong-Formen:

 

- Dantian Übung (Qi sammeln)

 

- Zhoutian (Kreislaufen)

 

- Yi Jin Jing (für Muskeln u. Sehnen)

 

- Ba Duan Jin (8 Brokate)

 

- die 6 heilenden Laute

 

- das Spiel der 5 Tiere

 

- Daoyin Yangsheng Gong

(Organ-Formen nach Prof.Zhang Guangde)

 

Kurse:

 

 

MO, 18.30 - 19.30

Köln-Vogelsang, Familienforum

 

DI, 19.00 - 20.00

Köln-Lövenich, KiTa Fröbel - Lövenherz

 

MI, 19.00 - 20.00

Köln-Widdersdorf, Jugendzentrum

 

FR, 10.15 - 11.15

Köln-Widdersdorf, Beginenhof

 

Kostenlose Schnupperstunde!

-> Info und Anmeldung

 

Präventionskurse werden von den gesetzlichen Kassen bezuschusst!

QiGong

 

 

氣功

Die 8 Brokate oder 8 "Kostbarkeiten"

Qi, das ist Lebensenergie - Gong ist "Arbeit".

Mit Qi zu arbeiten ist Grundlage dieser Bewegungskunst.

 

Es ist eine Säule der TCM,

Prävention und Therapieform.

 

QiGong ist...

 

am liebsten Outdoor-Bewegung!

wie „Fitness ohne Geräte“

in „slow-motion": Entschleunigung & Entspannung pur!

und in „to go“ Portionen anwendbar!

QiGong-Wörterbuch:

 

Ba Duan Jin: 八段錦

"8 Stücke Brokat" ("die 8 Brokate" oder "8 Kostbarkeiten"):

 

Eine Folge von 8 grundlegenden Qigong-Übungen. Der Wert dieser Übungen für die Gesundheit wird mit dem teuren Brokat-Stoff verglichen und soll verdeutlichen, wie kostbar sie sind. Die Bewegungen werden jeweils 8mal ausgeführt, die Gesamtdauer beträgt ca. 12-15 Minuten:

 

Mit beiden Händen den Himmel tragen (Zehenspitzen)

Den Bogen spannen und auf den Adler zielen

Himmel und Erde teilen: Himmel stützen und Erde stemmen - um Magen u. Milz (Mitte) zu stärken.

Die weise Eule blickt zurück - um die 5 Krankheiten (der Yin-Organe) u. die 7 Leiden (Ungleichgewichte/Emotionen) hinter sich zu lassen

Den Kopf neigen und Schwanz schütteln (vorbeugen)

Mit beiden Hände die Füße halten (Hüfte und Nieren stärken)

Mit der Faust stoßen und den Augen funkeln (Qi/Kraft sammeln, Abgrenzung, Fokussieren)

Den Rücken schütteln und 100 Krankheiten vertreiben

 

Übungs-Übersicht (in neuem Tab öffnen):

Die Acht Brokate

 

Dantian:

Energie-Zentrum/Speicher. Es gibt deren drei:

Oberes Dantian: zwischen den Augenbrauen (Zentrum des Shen);

Mittleres Dantian: etwa auf der Mitte des Brustbeins, auf Höhe der Brustwarzen, dort ist der Punkt RenMai 17, Zentrum u. Meisterpunkt des Qi;

Unteres Dantian: 2 Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels (Zentrum des Jing, der körperlichen Energie)

Auf das untere Dantian wird beim Qigong oft Bezug genommen. Dort liegt der Punkt RenMai 6 oder "QiHai", das "Meer des Qi"!

 

 

Dantian-Übung:

Damit beginnt und beendet man eigentlich jede Qigong-Übung: Man sammelt das Qi im (unteren) Dantian (Unterbauch).

 

 

Daoyin Yangsheng Gong (DYYSG):

Organ-Formen nach Prof. Zhang Guangde

Daoyin: alter Begriff für Gesundheitsübungen, die den Körper dehnen und die Meridiane durchlässig machen - und aus denen Qigong hervorging.

Yangsheng: Begriff für Lebenspflege im alten China.

Ein recht neues Qigong-System, das speziell die Prävention, Therapie (insbes. chronischer Erkrankungen) und Rehabilitation im Blick hat.

Es wurde in den 70er Jahren, anlässlich einer eigenen schweren Erkrankung, von Prof. Zhang Guangde an der Sportuniversität Peking entwickelt - auf der Grundlage traditioneller Übungen des alten China und unter Berücksichtigung von Pathologie, Yin-Yang-Prinzip, Organlehre, Meridiansystem und der Lehre der fünf Wandlungsphasen.

1990 wurde das DYYSG vom chinesischen Gesundheitsministerium offiziell als medizinisches Qigong anerkannt.

Auf Basis der Idee, dass es für jede Erkrankung eine entsprechende Medizin gibt, hat Prof. Zhang Guangde verschiedene Übungserien entwickelt, die besonders auf einzelne Organe, deren Pathologien, Meridianverläufe usw. zugeschnitten sind. Es gibt sie zB für die Lunge, die Nieren, die Leber, das Herz, Magen u. Milz, aber auch für Muskeln und Knochen sowie für die allgemeine Gesunderhaltung.

Diese Formen bestehen aus jeweils 8 Übungen mit fließenden und oft drehenden Bewegungen, die besonders die dem entsprechenden Organ zugeordneten Meridiane aktivieren und zum Fließen bringen, aus der Massage von einzelnen Akupunkturpunkten - wie immer verbunden mit Atmung und Achtsamkeit.

 

Lunge (Jahreszeit: Herbst, Element: Metall, Emotion: Trauer)

Den Yingxiang-Punkt (Di20, neben der Nase) massieren (rauf und seitwärts)

Mit einer Hand den Himmel heben (mit Rückschritt)

Den Kopf zurückdrehen und den Mond betrachten (Pfeilhand drehen)

Das leichte Boot ruhig rudern

Das liebe Kind wäscht die Kleidung

Die Himmelssäule drehen

Die Pipa spielen

Die Wildgans fliegt in den Himmel auf

 

Nieren (Jahreszeit: Winter, Element: Wasser, Emotion: Angst)

Das Gewand sanft nach oben streifen

Der goldene Löwe bewacht das Tor

Den Schwanz hoch ziehen und die Füße fassen (Nieren boxen u. Taixi (Ni3) drücken)

Die Füße Buddhas mit den Händen fassen (Ni1 drücken)

Die Wildgans landet auf dem flachen Sandstrand

Der Wind beseitigt die letzten Wolken ("Windmühle")

Der Löwe knetet den Ball

Qi zum Dantian führen

 

Herz (Jahreszeit: Sommer, Element: Feuer, Emotion: Leidenschaft)

Tanzen, wenn der Hahn den Morgen ankündigt

Der weiße Affe überreicht die Frucht

Der goldene Elefant rollt seinen Rüssel ein

Der gelbe Pirol schüttelt sein Gefieder

Gesicht und Ohren massieren

Arme und Beine schlagen

Die Wurzel des alten Baums windet sich

Waagerecht, fließend und zusammenhängend schreiten

 

Magen (Jahreszeit: Spätsommer, Element: Erde, Emotion: Grübeln/Sorge)

Zähne zusammenbeißen, Neiguan/Waiguan drücken (Handgelenk), Zehenspitzen hoch

Sterne pflücken

Ba Wang hebt den Kessel

Der Sagenvogel massiert seinen Magen

Die waffentragenden Wächter des Buddha knetet den Ball

Zusanli (am Knie) klopfen (s. Beschreibung von Zusanli unter TCM)

Gegen den Wind schwingen u. klopfen

Der Kranich öffnet seine Flügel

 

Liu Zi Jue: 六字訣

Die 6 heilenden Laute

sind eine uralte daoistische Übung. Sie gehören zu den "Basics" des Qigong.

Dabei wird den Organen jeweils ein bestimmter Laut zugeordnet, der die Schwingung dieses Organs unterstützt und es somit "reinigt".

Man könnte sie also soz. als Qigong-"Ausleitungsmethode" sehen. Sie machen den Körper frei und reichern ihn wieder mit Qi an.

Kaum eine Form ist so prädestiniert zur Stressbewältigung und Entspannung und darin so effektiv wie die 6 heilenden Laute.

 

"Schü": Der heilende Laut für die Leber / den Frühling / das Element Holz / Emotion: Zorn

(-> Bein-Außenseite, Brust, seitlicher Kopf, Zehenspitzen, Sehnenspringen und Bein-Innenseite)

"Ke": Der Laut für das Herz / den Sommer / Element: Feuer / Emotion: Leidenschaft (-> Arme Innenseite/Handgelenke, kl. Finger)

"Hu": Magen / Spätsommer / Element: Erde / Emotion: Sorge, Grübeln

"Sss": Lunge / Herbst/ Element: Metall / Emotion: Trauer (-> Daumen/Zeigefinger)

"Shue": Nieren / Winter / Element: Wasser / Emotion: Angst (-> Bein-Rückseite, Rücken und Bein-Innenseite)

"Xi": Der "dreifache Erwärmer" (der "Herzbeutel" des Körpers), das "organische Gegenstück" zum Herzbeutel (Perikard) (-> großer Kreis)

 

Übersicht der 6 heilenden Laute zur Übung (pdf im neuen Tab öffnen):

 

NeiGong: 內功

Atmung, Meditation, daoistische Übung der inneren Kraft.

Üblicherweise assoziiert mit der "inneren Kampfkunst" (neijia 內家), zu welcher vor allem die Wudang-Stile (ua. Taiji quan) zählen - im Gegensatz zur "äußeren/harten Kampfkunst" (waigong 外功) der Shaolin.

Es ist aber nicht nur auf die Kampfkunst gerichtet, sondern auf die eigene (innere) Kraft (Qi) - im Grunde also auch Qigong...

 

 

Shifu:  師父 / 师父

wird als respektvolle Anrede für den Lehrer verwendet. In den chinesischen Kampfkünsten (Wushu) oder in Lehrberufen bekundet es den besonderen Respekt vor dem Lehrer als „väterlichem Meister“. Vergleichbar: "Sensei", das japanische, und "Guru", das indische Pendant.

 

 

Wu Qin Xi: 五禽戲

Das Spiel der 5 Tiere

Ein vom chinesischen Arzt Hua Tuo im 2. Jh. entwickeltes Bewegungssystem.

Es zählt wie Ba Duan Jin („Acht Brokate“) und Yì Jīn Jīng („Buch der leichten Muskeln“) zu den alten und grundlegenden Formen des Qigong und wurde von Fachleuten der Sportuniversität Peking standardisiert.

Hua Tuos System beinhaltet den Tiger (虎 hǔ), den Affen (猴 hóu), den Hirsch (鹿 lù), den Bär (熊 xióng) und den Kranich (鹤 hè) - und unterscheidet sich damit vom "Wu Xing Xi" (5 -Tiere-System der Shaolin), das die Formen des Tigers, des Drachen (龙 lóng), des Leoparden (豹 bào), der Schlange (蛇 shé) und des Kranichs nachahmt. Das "Spiel der fünf Tiere" gilt als Ursprung des Wu Xing Xi der Shaolin.

Die Tiere werden nicht nur als rein körperliche Übungen ausgeführt, sondern mit dem Ziel, tatsächlich das Tier und sein Wesen darzustellen.

... (folgt)...

 

 

Yi Jin Jing:

Methode zur "Transformation" von Muskeln und Sehnen/Bändern, bestehend aus 12 etwas "körperbetonter" Übungen, die auf die Shaolin zurückgehen und von diesen zur Erhaltung der körperlichen "Fitness" bzw. Geschmeidigkeit geübt werden.

Diese Übungen lassen sich prima (täglich und überall) als "Workout" praktizieren, um Muskeln und Bänder zu stärken und geschmeidig zu halten. Übersicht (pdf in neuem Tab öffnen):

Yongquan:

Die "sprudelnde Quelle", der Akupunktur-Punkt Niere 1,

der erste des Nieren-Meridians, tiefster Akupunkturpunkt und der einzige an der Fußsohle.

Es ist der Verbindunspunkt an dem sich die Energien von Mensch und Erde vereinen.

Damit einer der wichtigsten Punkte im Qigong!

Auf diesem Punkt sollte man stehen, auf ihm sollte der Körperschwerpunkt liegen!

 

 

 

Zhoutian:

Die Energie-Kreisläufe

Diese Übungen dienen dazu, das gesammelte Qi in den Meridianen (Energie-Leitbahnen) gezielt fließen zu lassen. Auch diese Übungen gehören zu den ganz grundlegenden (und übungsintensiven!) Qigong-Übungen.

Gesund ist der Mensch nach der TCM, wenn das Qi harmonisch/ausgeglichen durch den ganzen Körper fließen kann. Ungleichgewicht oder Blockaden von Qi sind die Ursache für Krankheiten.

Durch das Kreislaufen wird der Qi-Fluss in den Meridianen intensiv gefördert. Die Energiebahnen werden soz. durch den kraftvollen Qi-Fluss "durchgespült" und von Blockaden befreit. Es ist soz. das Gegenstück z.B. zur Akupunktur, bei der Blockaden gewissermaßen von außen aufgelöst, ja "ausgebaggert" werden. Beim Qigong werden die Meridiane durch die Kraft des Qi von innen wieder freigespült, wie etwa ein Flussbett, das von starkem Wasserstrom durchspült wird.

Beim Kreislaufen verbindet man (wie eigentlich immer beim Qigong) Achtsamkeit und Atem in der Bewegung und bringt dadurch das Qi im Körper zum Fließen.

Der "große Kreislauf" führt das Qi durch die Meridiane des ganzen Körpers, während der "kleine himmlische Kreislauf" das Qi durch "DuMai" (Lenker-Meridian, der Meister der Yang-Merdiane, hinten die Wirbelsäule hoch) und "RenMai" (Konzeptions-Gefäß, Meister der Yin-Meridiane, vorne über die Mitte des Rumpfes runter) führt.

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