Nicola Maureder
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Nicola Maureder

Über mich:


Nicola Maureder


1972 in Rio de Janeiro geboren und aufgewachsen,


seit 1992 in Köln, verheiratet, 2 Söhne







Wer ich bin - und warum:



Für jeden Qigong-Teilnehmer, den ich durch meine Kurse „auf die Reise“ in die chinesische Bewegungskunst schicken kann, freue ich mich immer wieder, gerade weil ich selbst das Glück hatte, durch Zufall auf diesen Weg zu geraten, der mich immer mehr begeistert und inspiriert, je weiter ich mich auf ihm bewege - und ich freue mich schon jetzt auf alles, was da noch kommen wird! Zu sehen, dass man Menschen mit diesem „Virus“ infizieren kann, der so viel Gutes tut und Schönes zu bieten hat, ist eine Belohnung, die zugleich motiviert und verpflichtet… 


Je länger man Qigong übt und sich kontinuierlich weiterentwickelt und Neues lernt, desto fließender werden die Übergänge in allen Bereichen der chinesischen Bewegungskunst und desto breiter der eigene Horizont und größer die Neugier auf alles was links und rechts noch so zu entdecken ist… Auf der einen Seite gibt es gleich mehrere Welten rund um Taiji (und damit meine ich ganz global all die Systeme und Formen der inneren Kampfkünste), in die man sich aufmachen kann, bis hin zu den „martial arts“ und der angewandten Kampfkunst, die den Fokus deutlich auf die Körperarbeit intensiviert und letztlich mehr Fitness abverlangt aber auch fördert - auf der anderen Seite von Qigong und am anderen Ende der Körperarbeit findet sich aber ein mindestens ebenso spannender Weg hin zur Meditation in ihrer ganzen Zugangsvielfalt…

Meine Neugier und Interesse haben mich zunächst in Richtung Taiji geführt. Aber nach zwei Semestern bei meinem ursprünglichen Shifu Zhu war für mich klar, dass der Yang-Stil nicht meine Liebe wird - die hat Bagua Zhang. 

Die Menschen, die ich seither kennengelernt habe, haben mich weit mehr gelehrt als nur Bewegungskunst:  Den Bagua-Virus habe ich von  Carsten Stausberg -  und durch ihn habe ich   Luo Dexiu (sein Meister, „Luo Laoshi“, aus Taiwan) kennengelernt, von dem er Gao-Stil Bagua Zhang (nach Dong Hai Chuan) gelernt hat. Die Workshops mit Luo Dexiu sind so pragmatisch wie (körperlich) effektiv, Luo Laoshi unendlich charismatisch, charmant - und gnadenlos, sein Unterricht von einer beeindruckenden „Pudelskern“-Einfachheit, offensichtlichen Erfahrung und dabei Hingabe und tiefen Weisheit. Wer ihn erlebt hat, freut sich auf jedes mögliche Wiedersehen - und lässt sich von ihm für Bagua Zhang begeistern. 


Das „Spiel der 5 Tiere“ Qigong nach Hua Tuo (im Stil von Wudang) und das 13er Wudang Taiji (die „Mutter aller Taiji-Formen“, nach dem legendären Daoisten Zhang Sanfeng) habe ich durch Meister Tian Liyang  kennengelernt, der am Fuß der Wudang-Berge seine Schule betreibt und seit 20 Jahren regelmäßig in Deutschland unterrichtet. Meister Tian kann man durchaus und treffend als „Lichtgestalt“ des Taiji bezeichnen, als Botschafter des Daoismus und der Wudang-Berge und der chinesischen Bewegungskunst in jeglicher Form. Die Leichtigkeit und Mühelosigkeit seiner Bewegung lässt einen glauben, er könnte schweben, seine Schnelligkeit steht in keiner Weise seiner Präzision entgegen, seine Ruhe und Gelassenheit sind ansteckend und ebenso sein herzlicher Humor - ein rundum einnehmender, charismatischer und nachhaltig beeindruckender Mensch, der den Funken für Qigong und Taiji der Wudang-Berge und zum Daoismus zu entfachen weiß und dem die Verbreitung dieser Kunst aber auch deren Philosophie ein echtes Anliegen ist. 

(Ein Film über Meister Tian ist bei ARTE erschienen unter dem Titel „Der Meister von Wudangshan“.)


Noch weit vor meiner eigenen TCM-Praxis in Köln ist tatsächlich  Qigong meine erste „Berufung“ geworden:  Aus der Bitte einer lieben Freundin wurde der erste Kurs, der mittlerweile mein liebstes „Baby“ ist und ein fester Bestandteil meiner „Arbeit“, der nicht mehr wegzudenken ist.  Die Aufgabe Qigong hat sich seither soz. selbsttätig vermehrt und verselbständigt, so dass ich inzwischen ganz im „daoistischen Sinne“ nur noch diesem Weg folge und gespannt bin, wohin er noch führen mag… 

Wenn man sich auf den Weg gemacht hat, Qigong in seiner ganzen Bandbreite zu erkunden und zu praktizieren, ziemlich regelmäßig und in ganz unterschiedlichen Gruppen, wird irgendwann deutlich, dass man schon allein mit einer einzigen Qigong-Form über Jahre hinweg beschäftigt sein kann und immer noch dazu lernt, immer neue Facetten entdeckt und neue Fähigkeiten entstehen sieht, ganz von allein und nur durch Zeit und Praxis… Und dennoch: klingelt mir ein Spruch in den Ohren, der mir erst kürzlich entgegen geflogen kam, der aber ganz klar in Worte fasst, was im Laufe der Zeit wohl jedem bewußt wird:

Wenn man einmal verinnerlicht hat, dass man mit stets nur 80% seiner vollen Leistung den goldenen und mühelosen Weg durch jede Bewegung, jeden (Zwei-)Kampf und eigentlich grundsätzlich durchs Leben bewältigt, ohne an seine Substanz zu gehen… so merkt man doch von Zeit zu Zeit, dass sich eben diese 80% kontinuierlich verschieben! Denn das ist das Geheimnis der Mühelosigkeit - und zugleich ihre Herausforderung! Das, was vor 1 Jahr noch 80% meiner Leistung abverlangt hat, mobilisiert irgendwann nur noch höchstens 70 oder 60% - und dann wird es Zeit, die Latte wieder höher zu hängen und sich neues Input zu suchen!  Nur dann, wenn wir immer wieder Neues am Horizont entdecken, was vorher nicht auszumachen war, bleibt die Neugier wach, seinem Weg immer weiter zu folgen. Und deshalb bin ich in den Jahren meiner Qigong-Praxis immer wieder überrascht und dankbar für alles Neue und insbesondere die großartigen Menschen, denen ich seitdem begegnet bin.


Nach meiner Ausbildung und HP-Erlaubnis durch das Gesundheitsamt folgten   5 Jahre Praxis bei meinem ursprünglichen Shifu Prof. Dr. Zhu, bei dem ich jede Menge Erfahrung sammeln konnte - bevor ich mit meiner   eigenen Praxis nach Köln zurückgekehrt bin, wo ich neben meinen Kursen praktiziere.


Während meiner TCM-Ausbildung habe ich durch die Teilnahme an praktischen Workshops in TCM und Shaolin Neigong  bei   Prof. Jin Hongzhu und Prof. Gu Yihuang (von der TCM-Uni Nanjing), die zu dieser Zeit mehrfach in Köln gastierten, das Glück gehabt, einen noch breiteren und vielseitigeren Einblick und Erfahrung zu gewinnen und gleichzeitig die ganz „originäre“ chinesische Mentalität und Herangehensweise aus anderen Blickwinkeln wahrzunehmen - eine Bereicherung, die "Augen öffnet".


Am Ende meiner TCM-Ausbildung und soz. auf den letzten Metern vor meiner Heilpraktiker-Prüfung öffnete sich mehr zufällig und „just for fun“ eine weitere Tür in meiner Ausbildung, deren Auswirkung und Ausmaß ich zu diesem Zeitpunkt ganz gewaltig unterschätzt habe: Die Ausbildung zur   Qigong-Lehrerin sollte zunächst mal nur Spaß und Entspannung bringen - für mich!

Und das tat sie - so sehr, dass ich heute überzeugt bin, ohne Qigong hätte ich meine Ausbildung selber nicht überlebt. Und wer mich aus dieser Zeit noch kennt, der weiß, dass das „Atmen lernen“ so ziemlich das beste war, was mir hätte passieren können. Dringend nötig und letzen Endes so eindrucksvoll effektiv, dass ich, ohne jemals vorher daran einen Gedanken verschwendet zu haben, noch vor meiner eigenen Praxis bereits zuerst als Qigong-Kursleiterin aktiv wurde. In dieser Disziplin habe ich von meinem Shifu das gelernt, worauf man es letztlich überhaupt nur aufbauen kann: Ein tiefes Verständnis für die körperlichen Grundlagen dessen, was beim Qigong passiert, die Erklärung aus Sicht der TCM und das Vertrauen in die eigene Körperwahrnehmung. Darauf lässt sich aufbauen! Der Rest ist Erfahrung…


Neben der Ausbildung in der TCM und der Büffelei für die Heilpraktiker-Prüfung vor dem Gesundheitsamt musste ja zumindest ein bisschen Geld wieder in die Ausbildungskasse fließen - also musste ein Nebenjob her, und der am sinnvollsten im weitgehend gesundheitsbezogenen Bereich und aufgrund des massiven Lern-Pensums am liebsten auch mit einer gewissen zeitlichen Flexibilität.  Während dieser Zeit der Ausbildung hat mich Sylvia das gelehrt, von dem ich nicht sicher war, ob ich das „gebacken kriegen“ würde: Die perfekte Mischung zu finden zwischen Empathie (unbedingt notwendig!), körperlicher Nähe (unverzichtbar, und damit muss man umgehen können!) und einer ganz gewaltigen Portion Humor, Gelassenheit und nicht zuletzt einem wohldosiertem Mundwerk!  - Wer ist Sylvia? Die Frau, für die ich während meiner ganzen Ausbildungszeit als    persönliche Assistenz  gearbeitet habe. Und von der ich in hochkonzentrierter Form das meiste menschliche gelernt habe, das mich für diesen Job erst qualifiziert hat! (Und ich bin der Meinung, dies sollte fester Bestandteil des Medizin-Studiums werden).  Für diese Zeit, die ich nicht nur nicht vergessen, sondern in herzlicher Erinnerung halte, liebe Sylvia, ganz lieben Dank! Tolle Frau!


Bei meiner Ausbildung in der   traditionellen chinesischen Medizin (TCM) traf mein Pragmatismus auf eine dicke Portion Glück: Da ich mit Familie und zwei Kindern keine Möglichkeit hatte, mich nach China abzusetzen, um dort zu lernen, wollte ich zumindest „aus erster Hand“ lernen und nicht einen „Aufguss“ aus deutsch-gefilterter Hand - und fand meinen „Shifu“ ausgerechnet mitten in Köln. Prof. Dr. Zhu unterrichtete zu der Zeit an der Sporthochschule Taiji und Qigong und erstmalig auch eine Kleingruppe in der TCM. Es folgten zwei Jahre sehr praxisorientiertes „lerning by doing“ in Sachen  Tuina-Massage, bis hin zu Akupunktur, Moxen, Schröpfen und Schaben (Guasha). Die unmittelbare Verbindung der Theorie mit der Umsetzung in die Übung hat uns die Verbindung mit dem Patienten und der Auswirkung auf ihn im besten Sinne nie vergessen lassen. Wenn ich etwas in dieser Zeit gelernt habe, für das ich dankbar bin, ist es, mich auf meine fünf Sinne zu verlassen, den Patienten immer als Ganzes zu erfassen und meinen Händen zu vertrauen… Gleichzeitig hat mich diese Ausbildung durch das unfassbar kräftezehrende und kopflastige Büffeln für die Heilpraktiker-Prüfung vor dem Gesundheitsamt Köln getragen. So hatte ich Ansporn und Belohnung zugleich - nach anderthalb Jahren des intensiven Lernens hatte ich mit der Erlaubnis durch das Gesundheitsamt gleichzeitig auch das in der Hand, wofür sich die Mühe gelohnt hatte: Die Möglichkeit, in der TCM zu praktizieren.


Weil ich sicher sein wollte, dass ich für meine Pläne tatsächlich auch geeignet bin, war mein erster Schritt in Richtung Heilpraxis meine Ausbildung in   Fußreflexzonen-Massage.   Und das war genau die Bestätigung die ich brauchte: Ja, ich kann gut Menschen anfassen - sogar an den Füßen… Und ja, offenbar waren meine Hände in Sachen Massage nicht gänzlich unbrauchbar - auch das ist keine Selbstverständlichkeit.  Und wow, was für eine Bestätigung! Schon allein mit Fußreflex-Therapie lässt sich so mühelos so viel Gutes tun. Mein „Einstieg“ hätte nicht besser und überzeugender sein können. Bester Satz aus dieser Ausbildung: „Vergesst niemals, dass an den Füßen, die Ihr behandelt, ein ganzer Mensch dranhängt!“ - Wie wahr!


Die Akupunktur selbst zu lernen und anwenden zu können, war tatsächlich schon von Kindesbeinen an ein heimlicher Wunsch von mir - der über viele Jahre in Vergessenheit oder zumindest auf die lange Bank geraten ist - bis mir die mühselige Rückkehr in den Beruf nach meiner Elternzeit unerwartet Motivation und Gelegenheit gegeben hat, aus der Not eine Chance zu machen und   aus meinem uralten Interesse einen neuen Berufsweg…


Lächeln

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